Das Leben im Machtraum der Verkehrung

 

Was bedeutet das, im Machtraum der „Verkehrung“ zu leben, für Menschen, die sich diesem „Narrativ“ nicht unterziehen, die sich verbunden wissen mit dem Urgrund, der Quelle, deren wahres Wesen ausgerichtet ist auf „Das Leben im Fokus“?

 

Aktuell:

Die Vorkommnisse in Bolivien haben mich im Innersten be- und getroffen.

Ich bin schockiert über diese offensichtliche Gewalt, über die dezidiert -bereits seit Jahren-  vorbereitete bewusste, gewollte Zerstörung eines Volkes, ja, eines ganzen Landes, die durch global verbundene Akteure aus Politik, Religion, Wirtschaft gemeinsam im Einklang durchgeführt wird.

Bolivien und seine indigene Bevölkerung -die immer noch den Großteil der Bevölkerung dort ausmacht- sollen mit Terror, Diskriminierung, Manipulation, also mit all jenen Instrumenten, deren sich das Patriarchat bedient „ausgeschaltet“ werden.  Das Ziel ist die „Ausbeutung“ der Bodenschätze und der Menschen, die Ausbeutung der Lebenskraft - die Ausdehnung des Machtraumes der „Verkehrung“.

 

Reflektionen:

Seit den neueren Forschungen in der Archäologie und im Zusammenhang damit, der Erkenntnisse aus der kritischen Patriarchatstheorie - „Die Verkehrung“ - wissen wir um die Ursachen des derzeitigen Gesellschaftssystems. Wir wissen, das wahre Wesen des Menschen ist das Leben im Konsens mit Mensch und Natur, mit dem gesamten Kosmos.

Die Frage, die sich uns stellt, ist, wie können wir, die wir uns auf diese Weise verbunden wissen, mit der Quelle, dem Urgrund in diesem Machtraum „Der Verkehrung“ leben? Wir spüren in uns permanent den Schmerz, der allem, was existiert durch dieses Prinzip der Verkehrung zugefügt wird. Wir können uns diesem Leid, diesem Schmerz nicht entziehen, er ist Wirklichkeit! Wir erfahren ihn in uns. Er löst in uns starke Emotionen aus – von Trauer über Zorn bis zu völliger Resignation…..!

Gleichzeitig ist in uns die Wirklichkeit des Lebendigen, des Unaussprechlichen, der Urgrund, der Quelle, die uns alles Existierende lieben lässt, dem wir uns in tiefer inniger Liebe verbunden wissen, die uns mit tiefer Freude erfüllt!

 

Wir erfahren uns also in zwei gegensätzlichen Wirklichkeiten!

 

Die Einen möchten sich diesem Spannungsraum entziehen, indem sie sich in die Esoterik flüchten, die die „Verkehrung“ nicht oder nicht mehr wahrnimmt und versuchen „glücklich“ zu sein. Andere ziehen sich zurück. Wieder andere lassen ihrem Zorn freien Lauf. Auf diese Weise erreicht die „Verkehrung“, das Patriarchat, sein Ziel – das wahre Lebendige ist nicht mehr sichtbar, es wird zugedeckt vom Widerspiegeln der Gewalt, dem Schmerz, der Trauer, der Resignation oder einer Pseudo-Glückseligkeit.

Mit unserem wahren Wesen im Machtraum der Verkehrung leben bedeutet, mit diesem Schmerz und gleichzeitig mit dieser tiefen Freude diesen Machtraum zu durchdringen!

 

Das Spannungsfeld in sich zulassen, es nicht wegzudrücken braucht Mut! Den Mut, auf diese Weise authentisch, d.h. dieser "wie in sich verdrehten" Wirklichkeit entsprechend für das Leben einzutreten! Die Kraft dafür kommt aus der Quelle! Dem unbegreiflich Lebendigen!