Einige Menschen, die sich tiefgreifend und umfassend mit dem Zustand unserer Gesellschaft und dem „Prozess“ der sogenannten Zivilisation beschäftigt und ihn kritisch analysiert haben, vergleichen unsere Form des Zusammenlebens mit einer Maschine.

Ich finde diesen Ausdruck sehr treffend, da es den grundsätzlichen Unterschied zwischen einem lebenden organismischen System und der vom Menschen gemachten Ordnung, die sich vom Ur-Prinzip des Lebens frei machen will, sehr gut illustriert.

 

Das Leben, als ein immerwährender Zyklus des Werdens, Entfalten und Vergehen organisiert sich in Organismen die wiederum Teil einer übergeordneten organismischen Einheit ist.

Die Eigenschaften und das Verhalten der einzelnen Organe sind, umgedreht auch nur verständlich aus den System-Eigenschaften der übergeordneten Gesamtheit. In diesen System-Eigenschaften sind alle „Programme“ enthalten die das Bestehen und die Entfaltung des Lebens ermöglichen und in ihren grundlegenden Bahnen halten, sowie bei Störungen (egal in welcher Ebene) sofort ein „Heilungs-Prozess“ in Gang setzen. Das ist das Leben, das sich in unendlicher Mannigfaltigkeit aber immer in der Bedingtheit des Ur-Prinzips entfaltet und ausdrückt.

Es ist das genaue Gegenteil von der Vorstellung einer perfekten Gesellschaft, in die sich der Mensch hinein entwickeln will (Utopie). Die erschaffenen Produkte und Systeme können noch so perfekt durchdacht sein, ihnen fehlt immer die selbst erhaltende und sich immer wieder neu entfaltende Kraft des Lebens. Ständig müssen Fehler beseitigt und versagende Teile ersetzt werden. Diese Erfahrung mit seinen selbst geschöpften Werken übertrug der Mensch in seinem Denken auch auf das Leben und die Natur. Er glaubt auch da Fehler, Insuffizienzen, Böses, „krank“ machendes zu erkennen und behandelt diese Erscheinungen nach den Grundsätzen seiner Ideologie. Auf dieser Grundlage denken und arbeiten in unserer Gesellschaft alle Techniker, Wissenschaftler, Philosophen, Mediziner, Soziologen, Politiker usw. Damit verschärfen sie ständig den Widerspruch zwischen unserer Gesellschaft und dem natürlichen Wirken des Lebens.

Besonders deutlich wurde dies durch die Entdeckungen von Dr. Hamer auf dem Gebiet der Medizin. Mit dieser Entdeckung stellte er alle unsere gesellschaftlichen Prämissen in Frage, woraus sich auch die vehemente Kritik und Ablehnung erklären lässt.

Leider bleiben sogar die schärfsten Kritiker unseres gesellschaftlichen Zustandes in den oben genannten Denk-Schemata verhaftet.

 

Der Mensch unterlag irgendwann dem Trugschluss, wenn er sich aus dieser Bedingtheit lösen könne, wäre für ihn ein freieres und reicheres Leben und die Macht über die natürlichen Verhältnisse möglich.  Hiermit löste er die natürlichen Gemeinschafts-Strukturen auf und schuf Gesellschafts-Modelle, die seinem Willen adäquat waren. Es ist der Beginn der vor ca. 6000 Jahren beginnenden sogenannten Zivilisation.

Der Mensch stört damit seine Verbindung zum Leben als Ur-Prinzip und dadurch greifen sofort Programme der Sukzession um diese Störung aufzulösen und die „Wunde“ zu heilen.  Diese Prozesse die sich auch als Störung der Gesundheit des Menschen zeigen werden dann als Insuffizienz der Natur gedeutet und bekämpft. Das wiederum verstärkt die Störung, die immer mehr zur Zerstörung der Natur des Menschen und seiner Umwelt wird. Das Ganze wird von den Menschen wiederum als zivilisatorische Höher-Entwicklung interpretiert.

Auflösen lässt sich der Zustand nur, wenn die Verkehrung in der Welt-Interpretation und das aus dieser falschen Sichtweise sich ergebende lebensfeindliche Handeln, die damit unsere Gesellschaft bilden, beendet wird.

 

Wir müssen endlich unseren Machbarkeits-Wahn beenden und den Blick wieder auf das Leben im Fokus richten.