Wahrnehmung des Lebens und Handeln

Ich schaue nicht nur auf den Urgrund - sondern erkenne mich und alles, was existiert als Ausdruck dieses Urgrundes. Und aus diesem "Wissen" (nicht ein rationales Wissen) heraus schaue ich auf das, was in unserem derzeitigen Gesellschaftssystem geschieht. Und erkenne, ja, es ist die Verkehrung, die entsteht, wenn sich der Mensch nicht mehr "verbunden" weiß mit dem Urgrund, wenn er sich dieser Bewusstheit verweigert.

Diese Verweigerung hat sich in der Gesellschaft als völlig "normal" manifestiert . Wer heute in der Öffentlichkeit, z.B. in der Politik von der Verbundenheit mit dem Urgrund sprechen würde, hätte vermutlich gute Karten ins Irrenhaus eingeliefert zu werden. Auch wenn dieser Ausdruck sich nicht mehr in der Gesellschaft zeigt, bleibt jedes Wesen doch eben dieser Ausdruck des Unendlichen und in allem, was existiert wirkt dieser Urgrund, diese Kraft aus der Quelle - oder wie auch immer wir das ausdrücken wollen.

Ich halte es für wichtig, dass wir diese Wirklichkeit nicht negieren. Denn nur so ergeben sich Möglichkeiten, wie wir aus dieser Situation, in der wir uns gerade befinden, wieder herausfinden. Sich dieser Verbundenheit bewusst zu sein, und ganz aus dieser Verbundenheit zu handeln, eröffnet uns andere Handlungsräume. Handlungsräume, die ja bereits im Urgrund als Möglichkeit angelegt sind. - Manchmal denke ich, dass wir das, was uns lebendig macht, also die Lebenskraft, den Urgrund "so klein" machen, ihn in unseren Denkhorizont zwängen.

Und das „Sich dieser Verbundenheit bewusst sein“ macht uns eben genau nicht zu Traumtänzern, nein, es bringt uns voll ins Leben, in die Realität, in die Wirk-lichkeit.

Wir nehmen kristallklar die Gewalt, das Töten des Lebendigen wahr als Ausdruck der Verlorenheit des sich "getrennt-wähnenden" Menschen und gleichzeitig wissen wir um die Kraft des Urgrundes ... und aus dieser Verbundenheit heraus ergibt sich unser weiteres Handeln...., das zur Auflösung dieses Wahns führen kann. So nehme ich das wahr. Und das hat nichts mit Esoterik zu tun, das drückt sich aus in einer eindeutigen Haltung im Alltag.

Wie eine Menschengemeinschaft zusammenlebt mit allem, was mit ihr existiert ergibt sich aus ihrer Verbundenheit mit dem Urgrund - um diese Wahrnehmung, um dieses Wieder hin finden kommen wir nicht herum, das ist das Zentrale, um was es geht - zusammen mit einer Analyse dieser Gesellschaft.